Gewinnspiel

Guten Abend meine Lieben <3

die liebe Katharina möchte etwas unter euch verlosen :-)

Zu gewinnen gibt es:

1x Signiertes Buch "In meinem Herzen nur du" 
1x Signiertes Buch "Ebbe und Glut" 
Was ihr dafür tun müsst:

1. Werde Follower von meinem Blog

2. Kommentiert diesen Post und beantwortet mir folgende Frage
"Welche Buch von Katharina gefällt euch am besten?":-)

Zusätzliche Gewinnchance:

Wer noch ein zweites mal in den Lostopf möchte, muss folgendes tun:

1. Liked meine Facebookseite &
Katharin's Facebookseite

2. Kommentiert auf meiner Facebookseite das Gewinnspiel und beantwortet die folgende Frage "Welche Buch von Katharina gefällt euch am besten?" :-)

Und wer noch eine dritte Chance haben möchte:

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Mitmachen könnt ihr bis zum 04.03.2017. 
Die Tage danach werde ich die Gewinner bekannt geben :-)

-Bookbutterfly


"Ebbe und Glut"


Hallo meine Lieben :-)

Heute ist der 4 Tag unserer Autorentage mit Katharina Burkhardt <3

Heute stelle ich euch das Buch "Ebbe und Glut" vor.



Klappentext 

Mias Leben steckt fest. Erst ist ihr Mann weg, dann der Job. Und das alles kurz vor ihrem 40. Geburtstag. Doch dann stößt sie in einem Magazin auf eine Kontaktanzeige. Da sucht ein Mann gegen Geld eine Frau für sexuelle Dienste. Mia ist schockiert. Und dennoch ist diese Anzeige seit Langem das Einzige, wofür sie sich begeistern kann.
Arthur ist ein Ekel. Arrogant, kalt und herablassend. Mia mag diesen widerlichen Anzugträger nicht. Gleichzeitig ist sie von seiner Ausstrahlung fasziniert. Als Mia sich auf Arthur einlässt, gerät ihr ganzes Leben in Bewegung.



Buchanfang

Mia sah die Anzeige eher zufällig. Auf der Suche nach dem Kinoprogramm durchstöberte sie die Webseiten des Szene-Magazins und blieb aus Neugier bei den Kontaktanzeigen hängen. Da suchte ein Paar eine Gespielin für heiße Stunden zu dritt. Ein Mann wünschte sich eine Partnerin für eine fesselnde Beziehung. Ein Jüngelchen wollte von einer reifen Frau entjungfert werden.

Mia fragte sich, was für Menschen solche Anzeigen aufgaben. Waren das alles Verrückte? Oder moderne Abenteurer, auf der Suche nach einer Erfüllung, die sie sonst nirgends fanden?

»Blow-Job zu vergeben«, stand irgendwo dazwischen. »Sie blasen. Ich genieße und zahle. Mehr nicht.«

Mehr nicht? Was sollte das heißen – mehr nicht? Gab es nicht mehr als Blasen? Durfte die Frau nicht genießen? Wie stellte dieser Kerl sich das vor? Ich genieße und zahle.

Lächerlich, was Männer sich einbildeten!

Diese ganzen seltsamen Wünsche irritierten Mia. Sie hatte noch nie das Verlangen verspürt, sich mit einem wildfremden Mann zum Sex zu verabreden. Aber sie hatte das auch nicht nötig. Sie war glücklich verheiratet.

Gewesen, korrigierte sie in Gedanken und bemühte sich, den feinen Stich in ihrer Brust zu ignorieren. Sie war glücklich verheiratet gewesen - bis sich ihre Ehe innerhalb einer einzigen Minute als Lüge entpuppte. Seitdem war nichts mehr in ihrem Leben so wie früher. Trotzdem war Mia längst nicht so verzweifelt, um sich auf eine dieser Anzeigen zu melden. Sie schüttelte den Kopf und klickte zurück zum Kinoprogramm. Aber es lief kein Film, der sie interessierte.

Blow-Job zu vergeben - immer wieder kam ihr der Satz in den Sinn. Seltsam. Was war daran so faszinierend?

Sie zog sich ihren Mantel an und ging spazieren. Ein wintergrauer Himmel hing über Hamburg, der Ostwind war eisig. Das Wasser der Elbe schlug gegen die Steine an der Uferböschung. Nur wenige Spaziergänger waren unterwegs.

Mia steckte die Hände in ihre Manteltaschen und sah einem großen Hund hinterher, der über den Strand rannte. Das Wetter deprimierte sie. Ihr ganzes Leben deprimierte sie. Frank hatte sie sitzen lassen, ihren Job in einer Werbeagentur hatte sie verloren, der Roman, der ihr Ruhm und Geld bringen sollte, verstaubte in der Schublade, und in diesem Jahr drohte auch noch ihr vierzigster Geburtstag.

Was für ein Albtraum!

Blow-Job, dachte sie und kostete die Worte auf ihrer Zunge, gab dem heimlichen Sehnen Raum, das sich in ihrem Bauch ausbreitete. Sie hätte auf einen Schlag einen Job und einen Mann. Mach dich nicht lächerlich, schalt eine verächtliche Stimme in ihr, das wäre doch kein Job. Du wärst eine Hure, weiter nichts. Es wäre ein Abenteuer, ein Experiment, ein wenig Ablenkung im öden Alltag einer arbeitslosen Singlefrau, schmeichelte ihr eine andere Stimme.

Ein Mann kam ihr entgegen, groß und gut aussehend. Was, wenn er es wäre? Ihre Augen verfingen sich eine Sekunde lang ineinander. Mia hielt den Atem an, ihr Herz setzte einen Schlag lang aus, dann war es vorbei. Der Mann pfiff nach dem Hund, der zwischen den Steinen an der Uferböschung herumschnüffelte. Mia drehte sich um und ging heimwärts.


Prolog

Der Jogger legte ein schnelles Tempo vor. Er spürte die kühle Salzluft tief in seinen Lungen, während er den Strand entlang rannte. Die Flut setzte langsam ein, in kleinen Rinnsalen suchte sich das Wasser seinen Weg durch den Sand. Es spritze unter den Schuhen des Läufers auf und hinterließ sandige Flecken auf seinem Shirt. Er spürte die Energie seines Körpers, die Kraft seiner Beine, die ihn mühelos vorwärts trugen. Ein großes Glücksgefühl erfasste ihn. Er hätte ewig so weiterlaufen mögen.

Auf der Höhe des Badestrandes tauchte zwischen den Strandkörben eine Frau auf, die ebenfalls joggte. In bedächtigem Tempo kam sie direkt auf ihn zu. Ihre dunklen Haare hatte sie straff zu einem Zopf zusammengebunden, unter ihrer Sportkleidung zeichnete sich ein schlanker, hochgewachsener Körper ab.

Der Mann lächelte ihr zu. Als sie sein Lächeln erwiderte, sah er, wie schön sie war. Er drehte sich noch einmal nach ihr um. Zu seiner Freude schaute sie ihm ebenfalls hinterher. Da lachte er, breit und spitzbübisch.

Sie sah ihn bei den Pferden wieder. Der große Mann mit den dunklen Haaren fiel ihr sofort auf. Er war in Begleitung einer Frau, die mit starkem Akzent sprach. Als sie auf dem Weg durchs Dorf Richtung Strand davon ritten, blieb er am Hof zurück und machte Fotos.

Heiterkeit umgab sie. Und Zufriedenheit. Sie saßen zusammen und lachten, eine Gruppe von Menschen, die sich zufällig im Urlaub begegneten und die gemeinsame Zeit genossen, als gäbe es kein Davor und Danach. In wenigen Tagen würden sie alle wieder in ihr Alltagsleben zurückkehren, in dem sie nichts miteinander verband. Und doch würden sie ein wenig von diesem Urlaub für immer behalten, winzige Bilder und Bruchstücke von Empfindungen. Erinnerungen an Gesichter, an ein Lachen, an gemeinsame Ausritte und gemeinsames Essen. Manche der Erinnerungen würden erst Jahre später wieder auftauchen und an Bedeutung gewinnen.

Dann, wenn das eigene Leben sich weiter gedreht hatte, wenn diese Reise in einem ganz neuen Licht erschien.

Als sie ihn verließ, nahm sie fast sein ganzes Leben mit: seine Hoffnungen und Träume, seine Sehnsüchte, sein Glück, seine Liebe. Seine Zukunft und seine Vergangenheit. Seinen Körper. Vor allem aber nahm sie sein Herz mit.

Was zurückblieb, war nicht Leben und nicht Tod. Es war ein seltsames, finsteres Nichts, das atmete ohne Herzschlag, weinte ohne Tränen, lebte, ohne zu empfinden. 



Textstellen

Damit ihr noch einen besseren Eindruck von diesem tollen Buch bekommt, gibt es nun 2 Textstelle für euch, die Lust auf mehr machen sollen ;-)

Textstelle 1

»Können Sie sich das denn mit mir vorstellen?«, fragte sie unsicher.

Ein flüchtiges Lächeln huschte über Arthurs Gesicht, ohne seine Augen zu erreichen. »Natürlich kann ich das. Sie sind eine attraktive Frau.« Mia freute sich schon über das Kompliment, als er hinzufügte: »Außerdem bin ich nicht sehr anspruchsvoll, ich habe schließlich keine große Wahl.«

Mias Freude schlug augenblicklich in Ärger um. Was für ein unverschämter Kerl! Glaubte der, er könne sich alles erlauben, bloß weil er Geld hatte?





Textstelle 2

Schweigend standen sie nebeneinander und beobachteten das Chaos, das dieses plötzliche Unwetter ausgelöst hatte.

»Ja, also, was machen wir dann jetzt?«, fragte Mia ratlos.

Arthur war genauso unschlüssig und hilflos wie sie.

Endlich fragte er: »Wie wär's mit Essen? Hast du Hunger?«

Essen war eine großartige Idee! Da waren sie beide beschäftigt und nicht gezwungen, miteinander zu reden. Denn wer weiß, wie lange dieses Unwetter anhalten würde.

»Essen ist gut«, sagte Mia. »Was gibt deine Küche denn so her? Hummer? Kaviar?«

Arthur war irritiert. »Darauf hast du Appetit?«

»Nein, überhaupt nicht. Ich dachte nur, dass sich die Leute in deinen Kreisen dieses Zeug reinstopfen wie andere Leute Pizza.«

Arthur lachte. Es war ein überraschend jungenhaftes, fröhliches Lachen, das ihn zu einem völlig anderen Menschen machte. »Ich verrate dir ein Geheimnis: Es gibt in meinen Kreisen auch Leute, die sich nicht an die Spielregeln halten. Ich zum Beispiel. Ich hasse alles, was mit Fisch zu tun hat.«

Er ließ sie vor sich die Treppe hinauf gehen. Mia sah sich in seiner nagelneuen Küche um, in der es an nichts fehlte.

»Benutzt du das auch alles?«, fragte sie mit einem Blick auf blitzende Messer, Töpfe und Pfannen.

Zu ihrer Verblüffung antwortete Arthur: »Ja, gewiss, ich koche oft.«

Mia hatte Mühe, sich Arthur am Herd vorzustellen, diesen Mann, der wahrscheinlich sogar in seinen Maßanzügen schlief und den Eindruck erweckte, als würde er sich nicht nur beim Sex ständig von Frauen bedienen lassen.






Charakterbeschreibungen

Damit ihr Mia und Arthur besser kennen lernt, hat die liebe Katharina eine ganz tolle Charkaterbeschreibungen für euch erstellt :-)

Mia Sommer





Arthur Kessler






Interview

Ich hatte auch Gelegenheit Mia und Arthur zu einem Interview zu treffen, wo sie mir nur für euch ein paar Fragen beantwortet haben :-)





Ich hoffe euch hat der Tag genauso viel Spaß wie mir gemacht :-)

Morgen geht es weiter mit einem ganz tollen Gewinnspiel <3


-Bookbutterfly

"In meinem Herzen nur du"


Hallo meine Lieben :-)

Heute ist der 3 Tag unserer Autorentage mit Katharina Burkhardt <3

Heute stelle ich euch das Buch "In meinem Herzen nur du: Liebesroman" vor.

Ich habe dieses Buch letztes Jahr gelesen und es war eins meiner absoluten Buch-Highlights des Jahres. Ihr müsst dieses Buch unbedingt lesen <3



Klappentext

»Eine ergreifende Geschichte!«»Sie hatte nur einen einzigen Plan für ihr Leben und der hieß Finn Janssen. Allmählich dämmerte ihr jedoch, dass das nicht genügen würde.«

Es ist ein magischer Moment: Ein Kuss in einer Vollmondnacht besiegelt das Schicksal von Greta und Finn. Für beide ist klar, dass sie nun für immer zusammengehören.

Doch Gretas Eltern sind gegen die Verbindung. Die Tochter des Apothekers mit dem Sohn des ständig betrunkenen Schmieds? Undenkbar!

Die Sehnsucht ist allerdings stärker als jedes Verbot. Und so treffen Greta und Finn sich immer wieder heimlich und schmieden Pläne für ihre gemeinsame Zukunft - bis eine verhängnisvolle Entscheidung ihre Träume zunichtemacht.

Jahrzehnte später begegnen sie sich wieder. Hat ihre alte Liebe noch eine Chance? Und was, wenn das Glück wieder nur einen flüchtigen Augenblick lang währt?


Romantisch. Dramatisch. Tragisch. Eine Geschichte über die eine große Liebe - und den verzweifelten Kampf, sie festzuhalten.



Buchanfang

»Dösbaddel!«

»Eingebildete Ziege!«

»Angeber!«

»Hosenschisser!«

»Gar nicht.«

»Dann zeig’s mir doch!«

»Und wie?«

Die achtjährige Greta Bubendey fuhr stur mit ihrem Fahrrad geradeaus, während Finn Janssen mit seinem Rad in großen Bögen um sie herumkurvte. Es war ein freundlicher Tag im Mai, Greta trug eine kurze Hose und ein geringeltes T-Shirt und sie war auf dem Weg nach Hause von ihrer besten Freundin Mareike.

Unterwegs geriet sie mit Finn aneinander. Das war jetzt bereits das dritte Mal in dieser Woche.

Angefangen hatte alles, weil Finn in der Schule von ihr bei der Deutscharbeit abschrieb. Die Lehrerin bestrafte beide, Finn mit einer Fünf und Greta mit einer Ermahnung, die sie zu Hause vorlegen musste.

»Wieso lässt du andere Kinder abschreiben?«, fragte ihre Mutter. »Du strengst dich an und lernst ordentlich und sie kassieren dafür die Lorbeeren. Das ist dumm von dir, Greta.«

»Was hast du mit diesem Jungen zu schaffen?«, fragte ihr Vater und unterschrieb den Brief der Lehrerin nur widerwillig. »Ich denke, du sitzt neben deinen Freundinnen?«

»Wir sind bei der Klassenarbeit alle auseinandergesetzt worden«, sagte Greta und konnte nur mühsam die Wut und Enttäuschung darüber verbergen, dass sie bestraft wurde, obwohl sie nichts Unrechtes getan hatte. Sie hatte diesem blöden Finn nämlich keineswegs ihr Heft rübergeschoben, sondern zwischendrin sogar die Hand davorgehalten. Als sein Blick immer wieder zu ihr herüber wanderte, hatte sie ihn schließlich sehr laut und vernehmlich angefahren.

»Lass das, du Faulpelz!«

Ja, und da war auch schon die Lehrerin aufgesprungen und hatte misstrauisch gefragt, was es da zu tuscheln gab. Und Greta hatte wahrheitsgemäß geantwortet, dass Finn sie beim Arbeiten störe.

Am nächsten Tag stimmte Finn einen Singsang an, sobald Greta in der Pause den Schulhof betrat.

»Petze, Petze ging in Laden,

Wollt fürn Dreier Käse haben.

Dreier Käse gab es nicht,

Petze, Petze ärgert sich.«

Seine Freunde lachten und fielen grölend in den Spottreim mit ein.

Greta standen Tränen in den Augen, aber sie ließ sich nicht kleinmachen. Nicht von diesem Finn Janssen, der ein echter Prolet war, wie ihr Vater zu sagen pflegte. Dabei hatte sie überhaupt keine Ahnung, was ein Prolet war. So was wie ein Arbeiter wohl, wenn sie das richtig verstanden hatte. Finns Vater war Schmied, ein einfacher Mann im Vergleich zu ihrem Vater, dem die Apotheke am Marktplatz gehörte.

»Wir sind Akademiker«, pflegte er zu sagen, und was das bedeutete, wusste Greta ebenfalls nicht genau. Aber an der Stimme ihres Vaters erkannte sie, dass es etwas Bedeutendes sein musste. Akademiker waren wichtige, angesehene Leute, so viel stand fest. Sie waren besser als andere.

Tapfer reckte sie das Näschen in die Höhe.

»Lern nächstes Mal ordentlich, dann bist du nicht auf die Hilfe von schlaueren Leuten angewiesen«, sagte sie zu Finn Janssen.

»Hochnäsige Kuh«, entgegnete Finn. Er steckte die Hände in die Vordertaschen seiner Jeans und schaute sie drohend an.

Wütend drehte Greta sich fort. Am liebsten hätte sie diesem Spacken eine runtergehauen. Aber erst letzte Woche hatte sie beobachtet, wie er auf dem Bolzplatz hinter der Turnhalle einen Jungen aus der Parallelklasse verdrosch. Finn war sehr stark und Greta hatte keine Lust, sich von ihm in den Schwitzkasten nehmen zu lassen, wie es dem anderen Kind passiert war.



Prolog

Die Ansprache des Schuldirektors war so langweilig und nichtssagend wie alle Ansprachen dieser Welt. Greta Wilhelmi schweifte mit ihren Gedanken ab und blickte sich neugierig um. Wie aufgeregt sie alle wirkten. Die Jungen verbargen ihre Anspannung hinter übertrieben lässigem Gehabe, die Mädchen kicherten nervös.

Greta schmunzelte. Sie hatte völlig vergessen, wie jung man war, wenn man Abitur machte. Jung und aufgeregt und ahnungslos. Aber das war vielleicht auch gut so. Wer weiß, ob man noch den Mut fand, sich aufzumachen in sein eigenes Leben, wenn man vorher schon wusste, was auf einen zukam.

Die Zeugnisübergabe begann. Nina würde eine der Letzten sein, Wilhelmi stand nun mal weit hinten in der alphabetischen Reihenfolge. Greta richtete sich auf eine endlos lange und öde Zeremonie ein.

Tobias reckte neben ihr den Hals, als die Jahrgangsbesten geehrt wurden. Greta folgte seinem Blick.

»So sehen also heutzutage die Oberstreber aus«, stellte sie fest, als ein Junge mit modischem Haarschnitt eine Dankesrede hielt. »Bei uns waren das blasse Jüngelchen mit dicker Brille.«

»Pass auf, was du sagst«, entgegnete Tobias. »Ich war auch so ein Streber.«

»So, so.«

Greta war wie immer, wenn sie sich in seiner Nähe befand, ein wenig angespannt. Aber sie war auch froh, dass er es sich nicht nehmen ließ, sein ältestes Kind auf diesem großen Schritt hinaus ins Leben zu begleiten.

Seite an Seite beobachteten sie stolz, wie ihre Tochter ihr Zeugnis in Empfang nahm. Sie hatte einen guten Notendurchschnitt, viel besser als Greta damals. Nina besaß die Zielstrebigkeit ihres Vaters, und Greta war dankbar dafür. Sie hatte sich selten in all den Jahren ernsthafte Sorgen um ihre Tochter machen müssen.

»Sie wird mir fehlen«, bekannte sie, und Tobias fasste ihre Hand, und einen winzigen Augenblick lang wünschte Greta, sie könnte diesen Mann auf die Weise lieben, die er verdiente.

Ihr eigenes Abitur kam ihr in den Sinn. Sie hatte damals so viele Hoffnungen gehegt, so große Träume gehabt. Doch ihr Leben war völlig anders verlaufen, keinen ihrer ursprünglichen Pläne hatte sie umgesetzt. Stattdessen war sie ewig auf der Suche gewesen, verzweifelt bemüht, die Leere in ihrem Inneren zu füllen.

Ohne Erfolg.

Bis heute fühlte Greta Wilhelmi sich verloren und orientierungslos. Und daran war ausgerechnet der Mensch schuld, den sie auf der ganzen Welt am meisten geliebt hatte.



Textstellen

Damit ihr noch einen besseren Eindruck von diesem tollen Buch bekommt, gibt es nun 2 Textstelle für euch, die Lust auf mehr machen sollen ;-)

Textstelle 1

Sie sah wunderschön aus, mit strahlenden Augen und rosigen Wangen. Ihre blonden Haare fielen ihr seidig über die Schultern und umspielten ihr zartes Gesicht. Finn konnte sich nicht sattsehen an ihrem Anblick. Und als er beim Segen ihre Hand nahm, mochte er sie nie mehr loslassen.

Das Verrückte dabei war, dass es Greta zu gefallen schien. Ihre Hand lag leicht und zart in seiner, und als er sie sanft drückte, trat sie in stumme Zwiesprache mit ihm und erwiderte seinen Händedruck.

Als er dann allen Mut zusammennahm und sie umarmte, war das, als würde er in ein tiefes Meer eintauchen, umhüllt und geborgen, wobei er immer weiter nach unten gezogen wurde und nichts mehr wahrnahm außer dem Rauschen in seinen Ohren.

Gretas Körper fühlte sich so zart an und ihr Haar duftete wundervoll nach Frühlingsblumen.

Ja, und dann spürte Finn noch etwas. Greta war im Begriff, eine Frau zu werden. Kleine, weiche Brüste, die er unter ihren weiten Pullovern bislang noch gar nicht wahrgenommen hatte, pressten sich gegen seine Brust.

Und auch er war kein Kind mehr, und sein Körper reagierte wie der eines Mannes.





Textstelle 2

Als es endlich an der Tür klingelte, zuckte Greta vor Schreck zusammen. Eine aberwitzige Sekunde lang zögerte sie, aufzumachen, aus Angst vor dem, was sie erwarten würde. Dann schloss sie die Augen und drückte auf den Türöffner.

Sie wohnte im zweiten Stock und es dauerte einen Augenblick, bis Finn die Treppen erklommen hatte. Gretas Herz raste und ihr Mund war ganz trocken.

Und dann stand er vor ihr.

Finn Janssen.

Groß, aber nicht so groß, wie sie ihn in Erinnerung hatte. Mit einer modischen Frisur und Drei-Tage-Bart. In Jeans, Boots und einer Jacke aus braunem Wildleder. Ein Cowboy, ja, aber ein sehr zivilisierter.

Er stand im Treppenhaus und schaute Greta einfach nur an. Einen magischen Augenblick lang verfingen sich ihre Augen ineinander und frühlingshaftes Blau mischte sich mit erdigem Braun.

Der Bann löste sich auf, sie lachten beide aufgeregt und umarmten einander, schnell und flüchtig.

»Ich kann nicht glauben, dass du wirklich hier bist«, sagte Greta.

»Ich auch nicht.« Finns Augen ruhten erneut auf ihr, forschend und suchend, als müsse er sich erst noch vergewissern, dass dies wirklich die Frau war, die er aus seiner Jugend kannte. Er streckte einen Finger aus und strich mit einer zarten, schnellen Bewegung über Gretas Wange. Sie lächelte - und spürte, dass sie tatsächlich rot wurde.






Charakterbeschreibung

Damit ihr Greta und Finn besser kennen lernt, hat die liebe Katharina eine ganz tolle Charkaterbeschreibungen für euch erstellt :-)

Greta Bubendey





Finn Janssen






Interview

Ich hatte auch Gelegenheit Greta und Finn zu einem Interview zu treffen, wo sie mir nur für euch ein paar Fragen beantwortet haben :-)






Ich hoffe euch hat der Tag genauso viel Spaß wie mir gemacht :-)

Morgen geht es weiter mit "Ebbe und Glut"

-Bookbutterfly

"Das Haus der Medusa"

Hallo meine Lieben :-)

Heute ist der 2 Tag unserer Autorentage mit Katharina Burkhardt <3

Heute stelle ich euch das Buch "Das Haus der Medusa" vor.



Klappentext 

Florentine ist glücklich, dass sie in einem alten Haus in Hamburg-Altona eine Wohnung und Räume für ihre Confiserie gefunden hat. Mit Begeisterung richtet sie sich ein. Doch je länger sie in dem Haus wohnt, desto unheimlicher wird es ihr. Nach und nach entdeckt sie, dass alle ihre Nachbarn etwas verbergen, dass hinter jeder verschlossenen Tür Geheimnisse lauern.
Als auch noch mysteriöse Todesfälle auftreten, ist es endgültig vorbei mit Florentines Ruhe. Sie stellt Nachforschungen an – und verstrickt sich dabei selbst immer mehr in den Machenschaften ihrer Nachbarn.


Buchanfang

Florentine Stern mochte das alte Haus vom ersten Moment an. Es stand an der Ecke einer kaum befahrenen Kreuzung und bot der Welt beinah trotzig seine massive Stirn. Die hellgrüne Fassade war mit Ornamenten und Säulen verziert, über der großen Eingangstür wachte unter der Jahreszahl »1882« der Kopf einer grimmig dreinblickenden Frau und – das war überhaupt das Größte, wie Florentine fand – im ersten Stock stand zwischen zwei Fenstern in einer Nische eine überlebensgroße, bunt bemalte Gipsfigur, die unverkennbar Otto von Bismarck darstellte. Der Fürst, auf dessen Brust militärische Orden prangten, blickte streng über die Köpfe der Passanten hinweg. Eine Hand hatte er so angewinkelt, als würde sie segnend auf dem Kopf eines Kindes ruhen – oder über dem Haupt des Volkes schweben, das unsichtbar zu Füßen des Fürsten stand.

Florentine war begeistert. Dieses Haus erzählte Geschichten von vergangenen Zeiten. Es erzählte von Kriegen, von Eroberungen und Verlusten, als Altona sich noch unter dänischer Herrschaft befunden hatte, von einer Klassengesellschaft, in der in der Beletage die feinen Bürger residierten, während in den oberen Stockwerken mit den niedrigeren Decken und den kleineren Fenstern die armen Poeten und jungfräulichen Lehrerinnen lebten, von den Dienstboten ganz zu schweigen, die in winzigen Kammern direkt unter dem Dach hausten.

Nun war Florentine in eine dieser alten Lehrerinnenwohnungen gezogen. Dabei war sie weder Lehrerin noch Jungfrau. Aber die Zeiten hatten sich zum Glück geändert.

Florentine war Tortenbäckerin und soeben betrachtete sie voller Stolz das große Schaufenster im Erdgeschoss des Hauses. Das war – neben dem strengen Preußen – das Beste an diesem Haus, oder genauer: Der kleine Laden hinter diesem Fenster war das Beste. Von der Straße aus betrachtete sie zufrieden ihr Werk. Altstadt-Confiserie stand in großen, geschwungenen Lettern auf einem Schild über der Tür und auf dem Glas des Schaufensters hieß es verheißungsvoll: Florentines süße Versuchungen.

Florentine legte die Hände in die Hüften, lachte und hob den Kopf. An einem Fenster über dem Laden bewegte sich rasch ein dunkler Schatten und verschwand dann aus ihrem Blickfeld. Irritiert starrte Florentine nach oben auf das dunkle Fenster. Einer ihrer Nachbarn wollte offenbar nicht gesehen werden, während er sie beobachtete.

Eine Windböe wirbelte über den Platz und trieb ihr feinen Regen ins Gesicht. Sie strich sich die langen Haare aus der Stirn, ging rasch in den Laden zurück und machte sich daran, die letzten Kartons auszupacken.

Sie fand, es war ein echter Glücksfall, Wohnung und Laden im selben Haus mieten zu können.

»Du solltest besser einen Laden in Ottensen suchen«, hatten Freunde zu ihr gesagt. »Dort wirst du viel mehr Umsatz machen als in der Altstadt.«

Aber Gewerbeflächen in zentraler Lage waren für Florentine nicht erschwinglich. Sie hatte zwar von ihrer Patentante ganz überraschend eine beträchtliche Summe Geld geerbt und sich damit ihren Traum erfüllen können; ein größeres Risiko wollte sie dennoch nicht eingehen. Selbst hier in Altona-Altstadt, in dem kleinen Viertel zwischen Holstenstraße und Max-Brauer-Allee, waren die Mieten so beträchtlich, dass ihr schwindelig bei dem Gedanken wurde, wie viele Torten sie backen musste, um ihre Kosten decken zu können.

Mit Jakob zusammen wäre das alles natürlich etwas leichter gewesen, dachte sie und stopfte mit grimmiger Entschlossenheit leere Kartons in den Altpapiercontainer im Hof. Jakob, ja, dieser Mistkerl wäre sicher geschickter im Verkaufen gewesen. Er hatte ständig gute Ideen, war schnell in allem, was er tat, und besaß den nötigen Biss, um so einen Laden zum Laufen zu bringen. Leider hatte er jedoch nicht genug Biss besessen, Florentine die Treue zu halten. Er hatte nicht mal genug Biss besessen, sie rechtzeitig vorzuwarnen. Eines Tages erklärte er einfach, er müsse weg, ihm sei mit ihr alles zu eng und zu öde. Das eigene Café an der Nordsee sei doch im Grunde nur Florentines Traum gewesen, nicht seiner, ob sie das nie gemerkt habe? Er wolle mehr. Er wolle Abenteuer, Entdeckungen, Leben. Und so hatte er kurz vor Florentines dreißigstem Geburtstag seine Sachen gepackt und war von einem Tag auf den anderen zu Yvonne gezogen, einer sehr blonden, sehr lebenslustigen Frau.

»He, Sie müssen die Pappen in kleine Stücke reißen, sonst verstopfen Sie ja den ganzen Container.«

Florentine wurde jäh aus ihren Gedanken gerissen und drehte sich erschrocken um. Hinter ihr stand Klaus-Dieter Nowitzki, ihr Vermieter. Er war Mitte siebzig, hochgewachsen, mit Halbglatze und Bart. Zornig funkelte er Florentine durch seine randlose Brille hindurch an und nahm ihr mit einer ruppigen Bewegung einen Karton aus der Hand. Demonstrativ zerriss er die Pappe in kleine Stücke, die er anschließend stapelweise in den Müll beförderte.

»Das Altpapier wird nur einmal im Monat geleert. Wenn Sie da jetzt Ihre ganzen Kartons einfach so reinschmeißen, ist die Tonne ja im Nu voll.« Herr Nowitzki klang wie ein Lehrer, der ein Schulmädchen abkanzelte.

Florentine stammelte eine Entschuldigung und floh zurück in ihren Laden. Ihr war schon bei der Vertragsunterzeichnung aufgefallen, dass Herr Nowitzki ein schwieriger Mensch zu sein schien. Er war geradezu spitzfindig auf kleinsten Details des Mietvertrags herumgeritten und Florentine keinen Schritt entgegengekommen, sodass sie schließlich die Gewerberäume, die sich in einem schlechten Zustand befunden hatten, auf eigene Kosten renovieren ließ.

Im hinteren Ladenraum, der ihr als Backstube diente, gab es ein Fenster zum Hof hin, der ringsum von den angrenzenden Häusern umschlossen wurde. Eine Tür führte auf eine Terrasse hinaus, hinter der sich Beete und ein schmaler Grünstreifen erstreckten. Narzissen und Tulpen reckten ihre bunten Köpfe der Welt entgegen und hatten den Kampf mit Regen und Sturm aufgenommen, die dieser April bisher reichlich bescherte. In der Kastanie, die schon zum Nachbargrundstück gehörte, hockten wie dunkle Unheilsboten zwei große Krähen. Herr Nowitzki stand immer noch an den Müllcontainern und wühlte in den Abfällen herum. Hatte er etwas verloren? Oder überprüfte er etwa, was seine Mieter für Abfall produzierten? Florentine fröstelte, und einen Moment lang wurde sie von der grauen Stimmung erfasst, die das Wetter erzeugte.




Textstellen

Damit ihr noch einen besseren Eindruck von diesem tollen Buch bekommt, gibt es nun 2 Textstelle für euch, die Lust auf mehr machen sollen ;-)

Textstelle 1

„Nachts lag sie viel wach und lauschte in die Dunkelheit hinein. Sie hatte noch nie in so einem großen, alten Haus gewohnt und fand es ein wenig unheimlich, all die Geräusche zu hören, die sie nicht zuordnen konnte. Die uralten Holzdielen knarrten, es knackte im Gebälk, Stimmen schienen in dunklen Ecken zu wispern, seufzend und klagend. Sie stellte sich vor, dass nachts die Seelen der Menschen zum Leben erwachten, die früher in diesem Haus gelebt hatten und vielleicht sogar hier gestorben waren. Sie schienen sich mit den lebenden Menschen zu unterhalten, die vor Kummer und Sorge auch nicht zur Ruhe kamen, rastlos umhergingen oder in ihre Kissen weinten.

Florentine gewöhnte sich an, nachts das Flurlicht brennen zu lassen. Und sie gewöhnte sich ab, vor dem Einschlafen gruselige Filme zu sehen.“




Textstelle 2

„Um sich zu beruhigen, ging sie in die Backstube, rieb Zitronenschale und rührte Butter und Zucker schaumig. Beim Backen entspannte sie sich. Die Konzentration auf die vielen, kleinen Handgriffe, die sie verrichten musste, die Arbeit mit frischen Produkten von unterschiedlichster Konsistenz und nicht zuletzt die vielfältigen Gerüche gaben ihr Ruhe und Sicherheit.

Florentine liebte Zitronenkuchen, weil er schlicht, aber raffiniert war, fruchtig-frisch und dennoch trocken und lange haltbar. Doch ihre Kunden hatten ihren eigenen Kopf, und gerade Zitrone war sehr umstritten, sie wurde von vielen Leuten regelrecht verachtet. Vor allem Männer mochten überhaupt keinen Zitronenkuchen. Aber Männer waren ohnehin schwerer für Süßes zu begeistern als Frauen.“






Charakterbeschreibung

Damit ihr Florentine besser kennen lernt, hat die liebe Katharina eine ganz tolle Charkaterbeschreibung für euch erstellt :-)




Ich hoffe euch hat der Tag genausp viel Spaß wie mir gemacht :-)

Morgen geht es weiter mit "In meinem Herzen nur du"


-Bookbutterfly
Hallo meine Lieben

Nach langer Zeit findet diese Woche wieder Autorentage statt

Die nächsten Tage wird uns die liebe Katharina Burkhardt begleiten.

Ich habe Katharina auf der Frankfurter Buchmesse kennen gelernt. Sie ist eine so liebe und nette Person. Nach der Messe habe ich direkt ein Buch von ihr gelesen und war hin und weg. <3

Steckbief


Name: Katharina Burkhardt
Geburtsdatum: 29.10.1967
Wohnort: Hamburg
Geschwister: drei
Lieblingsessen: Ich habe gestern Ofengemüse mit Fenchel und Schafskäse gemacht. Das könnte mein neues Lieblingsessen werden.
Traumberuf: Schriftstellerin
Mag ich: Sonnenschein, Blumen auf dem Schreibtisch, spannende Bücher, meine Familie, das Meer, Pferde (obwohl ich schon ewig nicht mehr im Sattel saß)
Mag ich nicht: früh aufstehen, Geiz, Engstirnigkeit, Menschenmengen, Hass, religiösen Fanatismus
Kleidungsstil: sportlich-modisch
Wie sieht dein perfekter Tag aus: Ich stehe bei Sonnenschein auf, frühstücke gemütlich, setze mich an den Schreibtisch, habe so viele tolle Ideen, dass ich ein paar Stunden wie verrückt schreibe, dann gehe ich mit einer Freundin Mittagessen, sitze in der Sonne an der Elbe, gehe eine Runde ins Fitnessstudio, setze mich noch mal zwei, drei Stunden an den Schreibtisch, kuschele mich ins Bett und gucke einen schönen Film. Ach ja, wäre doch jeder Tag ein perfekter Tag. ;-)
-Jahreszeit: Sommer.
-Farbe: Rot.
- Autor/in: Viele. Ich lese gern Judith Lennox, Sarah Lark, Marian Keyes, …
- Buchpaar( aus den eigen Büchern): Mia und Arthur/Greta und Finn
- Buchpaar (andere aus Büchern):
Warum der Name Katharina Burkhardt : Weil ich so heiße. J
Motto: Leben ist, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben. (Henry Miller)
Was du immer schon mal sagen wolltest: Ich bin TOTAL glücklich und dankbar, dass bislang so viele Menschen meine Bücher gelesen haben und sie auch mögen. Damit hat sich für mich ein Lebenstraum erfüllt
 

Fragebogen

Natürlich hat die liebe Katharina mir auch ein paar Fragen beantwortet :-)










Dies oder Das 

Zum Abschluss des Autorentages hat Katharina mit mir noch eine Runde "Dies oder Das" gespielt :-)






Wer noch ein bisschen mehr über Katharina erfahren möchte, der sollte sie unbedingt auf ihrer Facebookseite besuchen :-)
Morgen stelle ich euch das Buch "Das Haus der Medusa" vor :-)
-Bookbutterfly

"Hochland: Thriller" von Steinar Bragi 

aus dem DVA Verlag





Zwei junge Paare aus Reykjavík machen mit ihrem Jeep einen Ausflug in die raue, menschenfeindliche Bergwelt des isländischen Hochlands. Dichter Nebel zieht auf, sie kommen vom Weg ab und rammen ein Haus, das in der Einöde plötzlich wie aus dem Nichts vor ihnen aufragt. Notgedrungen müssen sie die Nacht dort verbringen. Ihr Amüsement über das ungeplante Abenteuer verwandelt sich schon bald in Unbehagen, denn ihre Gastgeber, ein verschrobenes altes Paar, benehmen sich sehr merkwürdig: Warum verbarrikadieren sie das Haus bei Einbruch der Dunkelheit wie eine Festung? Was lauert dort draußen in der Sandwüste? Und wieso haben sie so wenig Interesse daran, ihren Gästen zu helfen? Zunehmend panisch geraten die Städter miteinander in Streit, und ihre Versuche, den Weg zurück in die Zivilisation zu finden, werden immer verzweifelter. Gibt es ein Entrinnen?

Ein verstörender Pageturner vor der einzigartigen Kulisse des isländischen Hochlands.




Ein neuer Horror-Thriller der im hohen Norden Islands spielt. Vier junge Menschen, die sich in der isländischen Einöde verirren und gegen mysteriöse Erscheinungen kämpfen müssen.

In diesem Buch kommen alle Elemente des Horrors vor, was aber leider nichts Gutes für dieses Buch tut. Mich hat dieses Buch beim Lesen sehr verwirrt und so richtig enttäuscht. Ich hatte so viel Gutes über dieses Buch gehört und wurde so richtig enttäuscht. Ich hatte mir eine spannende Handlung mit Nervenkitzel gewünscht, wo ich jedoch enttäuscht wurde.

Die zwei Paare die sich im Hochland verwirren, kommen von der Bahn ab und rammen im Nebel mit ihrem Jeep gegen ein einsam stehendes Haus. Weil der Wagen nicht mehr fahrbereit ist, müssen die Vier die Nacht im Haus der zwei seltsamen und wortkargen Alten verbringen. Die Alten legen sehr viel Wert darauf, dass niemand nachts vor die Tür geht.

Bis hier hin hört sich das Ganze noch spannend und nach einem wirklich guten Buch an, aber leider geht es nicht so weiter.

Als sich drei der Vier Personen auf den Weg machen um Hilfe zu holen, stoßen sie auf ein verlassenes Tal, in dem jeder ganz plötzlich aggressive Gedanken bekommt. Im weiteren Verlauf gibt es die klassischen Ekel-Elemente, die es in jedem mittelguten Horrorfilmen auch gibt.

Jedoch bringt der Autor beim Lesen nicht diese Spannung rüber, die man aus guten Horrorfilmen kennt. Es zieht sich eher hin und ich persönlich habe mich beim Lesen sehr gelangweilt.

Es gibt auch immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit der vier Hauptpersonen, jedoch waren diese nicht nützlich für die Situation und hatten keine wirklichen Bezug auf die Situation im Hochland. Ich für meinen Teil hätte sehr gerne auf diese Rückblenden verzichten können.

Ich hatte bis zur letzten Seite gehofft, dass der Autor mich noch mitreißen könnte, aber auch am Ende des Buches hatte ich nur Fragezeichen in meinem Kopf.



Mich hat dieses Buch mehr als enttäuscht und eher weniger gegruselt und auch die Spannung und das Schockierende haben mir gefehlt. 



2 von 5 Schmetterlingen

Das Frostmädchen von Stefanie Lasthaus

aus dem Heyne Verlag



Als ihr Freund Gideon bei einem Streit handgreiflich wird, flieht die zwanzigjährige Neve hinaus in die klirrend kalte Nacht des kanadischen Winters und verirrt sich. Glücklicherweise wird sie rechtzeitig von dem jungen Künstler Lauri gefunden, der sie in seiner abgelegenen Blockhütte gesund pflegt. Bei Lauri fühlt sich Neve vom ersten Augenblick an geborgen, und zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch in der Nacht im Wald ist etwas mit Neve geschehen – etwas, das die uralte Wintermagie in ihr entfesselt hat …



Für mich ist dieses Buch wirklich ein Highlight. Ich hätte am Anfang nicht gedacht, wie sehr ich mich in dieses Buch verlieben würde.

Das Cover ist mir direkt ins Auge gesprungen, ich liebe tolle und gut gemachtes Cover und dieses ist wirklich ein absoluter Traum. Es ist wunderschön gemacht und spricht den Leser direkt an. Auch beim umdrehen des Buches hat dieses Buch einen wirklich tollen und ansprechenden Klappentext.

Die Autorin hat einen wunderbar flüssigen und angenehmen Schreibstil. Sie beschreibt die Winterlandschaft, die Figuren und auch ihre Gefühle sehr gut und detailliert. Wir lesen diese Geschichte immer abwechselnd aus der Sicht der zwei Hauptpersonen. Dadurch kann man sich beim Lesen noch besser in sie hineinversetzen und mitfühlen.

Neve flieht nach einem gewalttätigen Streit mit ihrem Freund, nur dünn bekleidet, in den verschneiten Wald. Sie ist völlig verzweifelt über die Handlungen ihres Freundes. Durch ihre dünne Kleidung kann sie der Kälte nichts entgegenbringen und bricht schlussendlich zusammen. Was dann mit ihr geschieht und welche Mächte in ihr entfesselt werden, erfährt sie erst viel Später im Laufe der Geschichte.

Durch einen Zufall findet Lauri sie halb erfroren und nimmt sie mit. Er kümmert sich liebevoll um die junge Frau und schnell entwickeln sich Gefühle zwischen den beiden.

Es ist eine zarte und wundervoll geschilderte Liebesgeschichte, jedoch wird diese Liebe durch die Mächte bedroht die damals in der Nacht Einfluss auf die halberfrorene Neve hatten.

Bis zum Schluss erfährt man nicht wirklich wie es ausgehen wird und das ist wunderbar, denn es ist nichts hervorsehbar, nein man wird in diesem Buch immer wieder positiv überrascht.

Hier stimmt einfach alles, ein wunderschönes Cover, eine zauberhafte Geschichte und Charaktere die man einfach lieben muss.



Eine wirklich wunderschöne und zauberhafte Geschichte, die in einer winterlichen Kulisse spielt. Definitiv eine Kaufempfehlung für dieses Buch, in das ich mich beim Lesen verliebt habe.



5 von 5 Schmetterlingen