[Autorentage] Emily Bold - "Darkest Red"

"Darkest Red"


Hallo meine Lieben :-)

Heute ist der 4 Tag unserer Autorentage mit Emily Bold <3

Heute stelle ich euch die "Darkest Red" vor.

Aus Nebel geboren: Darkest Red 1


Klappentext

Während der Kreuzzüge unter Papst Urban II. fällt einer Gruppe von Rittern eine mysteriöse Reliquie in die Hände, die den Ursprung des christlichen Glaubens infrage stellt und die seither um jeden Preis verborgen werden muss.

Als ein kostbarer Rubin in einem Pariser Nachtclub auftaucht, ahnt die mittellose Tänzerin Fay nicht, welch unvorstellbare Kraft dieser in sich birgt. Sie gerät ins Visier mächtiger Feinde, und nur Julien Colombier scheint in der Lage, sie zu beschützen. Aber nicht nur ihr Schicksal liegt in den Händen des geheimnisvollen Fremden, sondern das Wohl der gesamten Menschheit, denn die Verschwörung um den mysteriösen Edelstein ist so alt wie das Christentum und bedroht den Glauben von Millionen von Menschen.
Doch kann Fay dem Unbekannten vertrauen, der sein Leben einzig und allein dem Schutz der machtvollen Reliquie gewidmet hat?


Buchanfang

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Jerusalem, 1099

Qualvolle Schreie zerrissen die Nacht. Der Geruch von Tod und Angst schwängerte die Luft. Verstümmelte Leichen säumten die Straßen und tränkten das Pflaster mit ihrem Blut.

Im Namen Gottes mordeten, vergewaltigten und brandschatzten die Ritter, als rechtfertige das Kreuz auf den Bannern ihr teuflisches Treiben. Als könnten sie die Schuld, die sie in dieser Nacht auf sich luden, allein durch ihre heilige Mission begründen und als würden sie dabei nicht ihre Seelen der ewigen Verdammnis preisgeben, denn schließlich streckten sie Ungläubige nieder. Heiden, die ihre Tore vor Gott verschlossen hatten.

Aber die Tore Jerusalems waren gestürmt, die Stadt gefallen.

Auch Julien Colombier war dem Aufruf von Papst Urban II. mit einer Schar Ritter gefolgt. Die Heilige Stadt aus den Händen der Heiden zu befreien, war ihm als eine gute Sache erschienen.

Hektisch sah er über seine Schulter und gab den Männern hinter sich das Zeichen, ihm zu folgen, als er durch einen Torbogen in den dunklen, von hohen Mauern umgebenen Vorhof eines Palastes verschwand.

Schwer atmend stützte Julien sich an den rauen Steinen ab und wischte sich Blut und Schweiß aus dem Gesicht. Erleichtert stellte er fest, dass sich alle seine Kämpfer um ihn versammelten. Zu viele gute Männer verloren in diesem Irrsinn ihr Leben. Hier gab es keine Sieger, auch wenn ihr Befehlshaber, Gottfried von Bouillon, das vielleicht anders empfand. Mehr als die Hälfte aller Männer, die unter seinem Befehl in Frankreich aufgebrochen waren, waren tot. Gestorben im Namen der Kirche und ihres Glaubens.

Julien selbst betete jeden Tag aufs Neue darum, lebendig nach Frankreich zurückzukehren. Wie naiv er vor vier Jahren gewesen war, als er, gerade dreißig geworden, dies alles noch für ein großes Abenteuer gehalten hatte. Für eine Möglichkeit, Ruhm, Ehre und Gottgefälligkeit zu erlangen. Aber in dieser Nacht war nichts ruhmreich, keiner der Männer besaß noch so etwas wie Ehre, und Gott musste sich angesichts ihrer Gräueltaten längst von ihnen abgewandt haben. Der Kampf rief nach ihnen, und das Adrenalin in ihren Adern trieb sie an, ihre Klingen zu heben. Seine Männer waren bereit, die Stadt zu stürmen. Ihr Blutdurst war beinahe greifbar, aber lieber würde Julien sich wegen Befehlsverweigerung anklagen lassen, als zuzulassen, dass sich seine Truppe an diesem Gemetzel beteiligte.

„Juls? Was ist los? Im Stadtkern ist der Kampf in vollem Gange!“, rief Louis, der Sohn eines Adeligen aus Avignon, und schwang sein von Blut glänzendes Schwert. „Und wir drücken uns hier an der Stadtmauer herum.“

Julien richtete sich zu seiner beachtlichen Größe auf und sah reihum in die schmutzigen Gesichter der Männer, die mit ihm in den letzten Jahren gekämpft, gelitten und gelacht hatten, ehe er mit fester Stimme zu sprechen ansetzte.

„Meine Freunde, öffnet die Augen! Seht ihr nicht, was hier geschieht? Kann dies wirklich Gottes Wille sein?“

„Deus lo vult!“, widersprach Louis und rammte sein Schwert in den sandigen Boden.

Der Kriegsruf hallte aus Tausenden Stimmen durch Jerusalem, sodass Louis‘ Ruf wie ein Echo des ganzen Heeres klang.

„Gott will es? Bist du dir da sicher, Bruder? Reicht ein Versprechen auf ewige Glückseligkeit im Himmelreich aus, dich in diesem Leben jede Menschlichkeit vergessen zu lassen?“


Zitat

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Textstelle

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„Die Wahrheit ist ein kostbares Gut, und kaum einer kann sie ertragen. Wir hüten sie für die Nachwelt, aber wie es aussieht, hat die Lüge einen weiteren Sieg errungen, und wir werden die Nachwelt nicht mehr erleben. Du wirst uns zuerst nicht glauben. Du wirst uns für Lügner halten, für verrückt, aber ich habe gesehen, wozu du fähig bist. Du gehst nicht mit blindem Herzen durch die Welt. Du wirst den Beweis suchen, von dem ich dir jetzt erzähle, und wenn du der Mann bist, für den wir dich halten, wirst du weiterführen, was wir nicht mehr können.“

Said sah besorgt auf seine Frau nieder. Sie litt starke Schmerzen, und es gab nichts, das er tun konnte, um ihre Qualen zu lindern. Er legte ihr die Hand auf die fiebrige Stirn und murmelte etwas in fremder Sprache.

Auch Julien war in Sorge. Die Kräfte der Frau schwanden rapide, und die Soldaten hinter ihm hatten begonnen, die Gefangenen vor den Priester zu schleppen. Unruhe kam auf, und Julien wusste, ihm blieb nicht viel Zeit.

„So sprich doch weiter“, bat er und fuhr sich nervös durchs Haar.

„Unsterblichkeit“, sagte Said und sah Julien unverwandt an. „Die Wahrheit ist Unsterblichkeit. Es gibt ein Elixier – es vermag Menschen zu töten und sie dann in einem unsterblichen Leib wiederzuerwecken. Euer Herr, Jesus von Nazareth, ist nicht wiederauferstanden durch Gottes Hand – oder, weil er Gottes Sohn war …“

Said richtete sich auf. Sein Blick ruhte auf Julien, als prüfe er dessen Reaktion.

„Er wusste von dem Elixier … und wendete es an.“




Von Flammen verzehrt: Darkest Red 2



Klappentext

Als im Jahr 64 n. Chr. Rom in Flammen steht, verbrennt nicht nur ein Großteil der Stadt am Tiber, sondern auch eine Wahrheit, die bis heute nicht ans Licht kommen sollte.

Juliens grausamer Widersacher hat Fays Schwester in seiner Gewalt. Um das Mädchen aus den Händen ihres Peinigers zu befreien, muss Juls sich seinen Feinden stellen, denn irgendwo zwischen tausend Jahren Verrat, Begierde und den Abgründen seiner eigenen Vergangenheit liegt die Wahrheit verborgen. Ein perfider Wettlauf durch die heilige Stadt am Tiber und die finsteren Geheimnisse des Vatikans beginnt, und Julien muss sich entscheiden: Ist er bereit, für Fays Schwester alles zu riskieren, oder ist ihm seine Mission wichtiger als seine Gefühle?

Buchanfang

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Rom, heute


Paschalis sah auf seine Uhr. Der goldene Zeiger wanderte unaufhörlich in Richtung der Zwölf, und mit jedem Ruck des Sekundenzeigers beschleunigte sich sein Puls weiter. Er tupfte sich mit einem karmesinroten Seidentuch die Stirn ab und lehnte sich in das weiche Leder des Rücksitzes zurück. Normalerweise genoss er die Stille in der kugelsicheren Limousine, in der auch Staatsgäste in den Vatikan eskortiert wurden, aber heute empfand der Kardinal den Mangel an Fahrgeräuschen als erdrückend.

Der Innenraum war auf angenehme 19 °Celsius klimatisiert, trotzdem stand ihm der Schweiß im engen Kragen seiner Soutane. Er wälzte seinen massigen Körper näher an die verchromte Lüftungsdüse heran und wischte sich erneut mit dem Tuch über Stirn und Oberlippe.

Er hätte gerne das Fenster einen Spalt geöffnet, um frische Luft hereinzulassen, aber er wusste, dass er damit nur die drückende Hitze hereinlassen würde, also ließ er es bleiben. Stattdessen versuchte er, mit einem Finger den Halsausschnitt seiner scharlachroten Mozzetta zu weiten. Er bekam kaum Luft. Und das Mittagessen lag ihm schwer im Magen und verursachte ihm Sodbrennen.

„Zum Teufel mit dieser Hitze!“, fluchte er und sah erneut auf die Uhr. Wenigstens würde er pünktlich sein. Etwas, das unbedingt von ihm erwartet wurde.

Um sich von dem Umschlag neben sich nicht weiter verunsichern zu lassen, warf er einen Blick aus dem Fenster.

Die zypressengesäumte Allee führte schnurgerade zur Küste, und ihm wurde vom abwechselnden Licht- und Schattenspiel auf dem Asphalt übel. Im Süden konnte er schon den Olivenhain ausmachen. Das Gutshaus des Anwesens mit den roten Ziegeln und dem weißen Putz strahlte in der Mittagssonne. In der weitläufigen Auffahrt standen teure Wagen. Hier konnten Geschäftskunden das kostbare Olivenöl der Manufaktur verkosten. Erlesene Weine, außergewöhnliche Käsesorten und frische Ciabatta wurden hier Vertretern der Spitzengastronomie oder wohlhabenden Privatkunden angeboten.

Der Fahrer des Kardinals steuerte den Wagen am Landsitz vorbei und verließ den vornehm gepflasterten Weg. Eine staubige Straße führte zwischen den in Reihen wachsenden Olivenbäumen hindurch, und mit jedem Staubkorn, das die Reifen aufwirbelten, wuchs Paschalis Nervosität. Sein Mund war trocken, und er schnappte nach Luft, als er das Brummen von Rotoren vernahm, die silbergraue Olivenbaumblätter auf den Wagen regnen ließen. Die Baumkronen tanzten im Wind, und das Surren wurde lauter.

Sobald sie die weiße Sandsteinklippe erreicht hatten, stoppte sein Fahrer die Limousine. Der Kardinal wischte sich den Schweiß aus dem Nacken und beobachtete angespannt, wie der Hubschrauber nur wenige Meter vor ihm auf der Klippe aufsetzte. Noch ehe die Kufen den Boden berührt hatten, sprang ein Mann aus dem Cockpit.

Er trug sein schwarzes Haar mit viel Gel nach hinten gekämmt, eine verspiegelte Sonnenbrille verdeckte seine Augen. Ein beigefarbener Anzug saß passgenau an seinem durchtrainierten Körper.

Ein Maßanzug, das konnte Paschalis selbst auf die Entfernung erkennen – genau wie das Schulterholster und die Schusswaffe, die sich durch den Wind der Rotoren unter dem leichten Sakko abzeichneten.

Der Mann nahm eine breitbeinige, militärische Haltung ein und verschränkte die Hände hinter dem Rücken.

Der Kardinal glaubte, trotz der getönten Autoscheiben und der undurchsichtigen Sonnenbrille des Mannes, dessen abschätzenden Blick auf sich zu spüren. Halt suchend griff er nach dem goldenen Kruzifix, das er um den Hals trug, aber für ein Gebet war es nun wohl zu spät.


Zitat

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Textstelle

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„Dort, siehst du? Die drei Frauen auf dieser Seite und die zwei da drüben … das sind Michelangelos Sibyllen.“

Fay sah sich die einzelnen Frauen an, die Julien ihr gezeigt hatte. Sie unterschieden sich stark in ihrem Alter und ihrem Aussehen, hielten Bücher oder Schriftrollen in Händen und trugen weite fließende Gewänder. Im Hintergrund waren stets Kinder abgebildet, und jedes Frauenbild war mit einem Spruchband unterlegt.

„Was steht da? Ist es das, wonach wir suchen?“, fragte Fay, die die Mühe hatte, die alten Buchstaben zu entziffern.

„Ich denke nicht. Dort steht DELPHICA, weil diese Sibylle der Region um Delphi zugeordnet wurde. Vielleicht hast du schon vom Orakel von Delphi gehört?“

„Sicher, nur habe ich nie … angenommen, dass diese Sagen oder Legenden einen wahren Kern haben könnten. Die Bildunterschriften … du denkst also nicht, dass darin der Schlüssel liegen könnte?“

Fays Nacken schmerzte, so lange hatte sie schon die Decke bestaunt.

Julien schüttelte den Kopf.

„PERSICHIA, DELPHICA, LIBICA … wenn darin eine Botschaft liegt, dann sehe ich sie nicht.“

„Aber es müssen Worte sein!“, beharrte Fay. „Das Wort ihrer Schwestern … schreibt der Wanderer – es gibt hier aber keine Zitate oder Sprüche der Sibyllen!“

Julien erstarrte. Aufgeregt fasste er Fays Hand.

„Du hast recht! Wir sind hier falsch!“ Er zeigte noch einmal nach oben und sah sich die einzelnen Bilder der Prophetinnen an. „Ihre Worte! Sieh dir die Malerei an, dann erkennst du, wo ihre Worte sind.“

„Ich seh nichts. Wenn du es weißt, dann sag es mir. Warum sind wir hier falsch, Julien?“

„Sieh hin! Was haben sie alle gemeinsam?“

Fay studierte angestrengt die Bildnisse, als es ihr wie Schuppen von den Augen fiel.

„Natürlich! Die Bücher! Sie alle halten Bücher! Haben sie ihre Worte niedergeschrieben?“, fragte Fay, und Juliens Aufregung übertrug sich nach dieser Entdeckung auch auf sie selbst.

„Das haben sie wirklich!“, bestätigte Julien ihre Vermutung und küsste sie flüchtig auf den Mund, ehe er sie in Richtung Ausgang führte.

„Eine römische Legende besagt, eine der Prophetinnen habe einem römischen Kaiser neun Bücher mit ihren gesamten Prophezeiungen zum Kauf angeboten, aber der Preis sei ihm zu hoch gewesen. Darum habe sie drei verbrannt und für die übrigen sechs den gleichen Preis verlangt. Er habe wieder abgelehnt, und sie habe daraufhin weitere drei verbrannt. Am Ende soll er die verbliebenen drei Schriften zum vollen Preis gekauft haben.“

„Wo sind sie heute?“

Julien zuckte mit den Schultern.

„Ich habe keine Ahnung.“






Im Dunkel verborgen: Darkest Red 3


Klappentext

Eine Forschungseinrichtung im Herzen Londons wird für die Hüter der Wahrheit zu einer tickenden Zeitbombe. Das größte Geheimnis der Christenheit, das seit Jahrhunderten im Dunkel verborgen war, droht nun die Welt in den Abgrund zu stürzen.

Nach den fatalen Erlebnissen in Rom und Juliens Gefangennahme flüchten sich die Hüter mit Fay und ihrer traumatisierten Schwester in das geheime Versteck nach Irland. Doch die Sicherheit trügt, denn ohne ihren Anführer herrscht plötzlich Misstrauen unter den Männern, die so lange Zeit wie Brüder füreinander einstanden.
Die Ereignisse überschlagen sich, als der Verräter aus ihrer Mitte zum alles vernichtenden Schlag ausholt und ihre Feinde der Wahrheit immer näher kommen.

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Rom, heute

Dunkelheit. Julien Colombier erwachte in absoluter Finsternis. Kurz fragte er sich, ob er die Augen wirklich schon geöffnet hatte, so durchdringend war diese Schwärze. Er atmete tief ein und blinzelte. Es half nichts. Alles um ihn herum blieb im Dunkel verborgen. Als er sich die Augen mit den Händen reiben wollte, hielten ihn schwere Ketten an den Gelenken auf dem harten Untergrund fest.

„Verdammt“, fluchte er und versuchte, die Beine zu bewegen, aber auch diese lagen in Ketten.

Wo zum Teufel war er? Die Luft war feucht und roch muffig, es war kalt, und jeder Knochen tat ihm weh.

Julien spürte, wie sich sein Atem beschleunigte, wie das Adrenalin durch seinen Körper rauschte, und die Kälte in seine Haut biss. Dass dem so war, war ein Wunder, denn auf dem Petersplatz hatte sich eine Pistolenkugel in seine Brust gefressen. Wann war das gewesen? Wie viel Zeit war seitdem vergangen? Es drängte ihn danach, die tödliche Wunde auf seiner Brust zu ertasten. Sie hatte Spuren hinterlassen, das fühlte er. Er war im Kampf gefallen. War gestorben – und doch hatte ihn das Elixier zurückgebracht. Julien schloss die Augen und fragte sich, ob er darüber Erleichterung verspürte? War er froh um den Schutz, den ihm die Wahrheit gespendet hatte? Oder wäre es nicht eine Befreiung gewesen, nach über neunhundert Jahren endgültig dem Tod zu begegnen?

Das Bild einer Frau, das in seiner Erinnerung auftauchte, war ihm Antwort auf diese Frage. Fay! Er sah ihr leuchtend rotes Haar, sah ihr Lächeln und die Leidenschaft in ihren haselnussbraunen Augen, als sie sich geliebt hatten. Von all den Leben, die er bereits gelebt hatte, würde er jedes geben, für eines an Fays Seite.

Entschlossen rüttelte Julien an den Ketten. Er musste diese Dunkelheit hinter sich lassen. Er musste zu ihr. War es seinen Männern wenigstens gelungen, sie und ihre Schwester Chloé zu retten? War Fay in Sicherheit, oder war am Ende alles umsonst gewesen?

Der Stahl der Ketten riss seine Haut auf, gab aber keinen Zentimeter nach. Juliens Bemühungen waren vergeblich, und es schien ihm, als verspotte ihn die Schwärze. Heftig atmend gab er auf und versuchte zu ergründen, wo er war, als ein Geräusch seine durch die Finsternis geschärften Sinne aufrüttelte.

Julien presste die Lippen zusammen, als er das Klacken von Absätzen auf Stein erkannte. Hart, präzise und entschlossen. Er ahnte, zu wem diese Schritte gehörten, und verspürte kein Verlangen, herauszufinden, ob seine Vermutung zutraf.

Ein Schlüssel wurde ins Schloss gesteckt, Metall knirschte, und schließlich blendete ein heller Lichtstrahl so stechend, dass Julien nicht mehr als nur eine dunkle Silhouette wahrnahm, ehe der Schmerz ihn zwang, die Augen zu schließen.

„Julien Colombier. Ich hoffe, du genießt meine Gastfreundschaft.“

Marzia Coluccis Stimme klang süß, aber ihm entging der eisige Unterton nicht. Die Schritte kamen näher, und er fühlte ihre Finger über seinen Arm streichen, dort, wo die Fesseln in sein Fleisch geschnitten hatten. Er öffnete die Augen und sah seine Feindin an.

Das pechschwarze Haar fiel bis in den tiefen Ausschnitt ihrer Bluse. Ein goldenes Kruzifix baumelte an einer Kette zwischen ihren Brüsten und betonte ihren schlanken Hals und die weiblichen Rundungen. Sie trug einen kurzen Rock, der ihre langen Beine noch länger erscheinen ließ. Und trotzdem wirkte sie in diesem dunklen Gemäuer nicht fehl am Platz.

„Ein Kerker, Marzia? Ketten und alter Stein? Ist das nicht ein wenig … altmodisch?“

Zitat

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Textstelle

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Chloé hämmerte das Herz wild in der Brust, als ein Gedanke laut wie ein Schrei in ihrem Kopf widerhallte.

„Du wirst mir nichts verweigern, dann gebe ich dir alles, was du begehrst. Wenn du mir gibst, was ich will, dann bekommst du nicht nur das, sondern alle Reichtümer, die du dir erträumst … und Unsterblichkeit.“

Sie schloss die Augen, und eine Träne rann über ihre Wange.




5 Dinge über....


Hier gibt es nun je 5 Dinge über die Hauptpersonen, damit ihr sie besser kennenlernen könnt :-)










Ich hoffe euch hat der Tag heute genauso viel Spaß gemacht wie mir <3

Morgen geht es weiter mit "Der Sehnsucht wildes Herz" & "In den Armen des Piraten"

-Bookbutterfly

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