J.R. König Autorenwoche - Liebe innig & räche tödlich: Romance - Thriller (Komm laut - Reihe 2)


Hallo meine Lieben :-)
Heute startet unser 3 Tag mit J.R.König.
Heute stelle ich euch
"Liebe innig & räche tödlich: Romance - Thriller (Komm laut - Reihe 2)"  vor.

Liebe innig & räche tödlich: Romance - Thriller (Komm laut - Reihe 2)

Klappentext:

Wo ist das Fünkchen Glück, von dem die Menschen schwärmen, das es genau dann auftaucht, wenn man es am dringendsten braucht?

... »Und was hast du vor? Samuel überstürzt und ohne Beweise festnehmen lassen? Oder Oliver? Oder vielleicht den obersten Richter von London, der zufällig das letzte Oberhaupt der Villieneres darstellt? Und somit eines der höchsten Ämter der Stadt bloßstellen?« Herausfordernd taxiere ich Daniel mit meinem Blick direkt über die Tasse hinweg und lasse ihm einige Augenblicke, um zu begreifen, dass das ein sinnloser Plan ist ...

Der Kampf von Sophia gegen die Droge LoseYou geht weiter. Obwohl ihr Mann rettungslos verloren scheint und nicht einmal die Ärzte wissen, wie sie ihn aus dem Koma holen sollen, schafft es ihr Bruder Daniel, ihr neuen Lebensmut zu geben. Gemeinsam mit ihm versucht sie erneut ihrem Vater das Handwerk zu legen und trifft auf Feinde, mit denen sie nicht gerechnet hat.

Hat ihr Vater neue Verbündete gefunden und steckt hinter den Überfällen? Oder ist er wirklich so unschuldig, wie er vorgibt? Bekommt Sophia endlich die Chance auf ein wenig Glück und Frieden, oder muss sie womöglich mit ihrem Leben bezahlen?

Begleiten Sie Sophia nach London. Leiden Sie mit ihr unter der Trennung von Mann und Kind und hoffen Sie auf das Wunder, dass William wieder die Augen öffnet.

Ein prickelnder und ebenso gefühlvoller Thriller, der Sie in seinen Bann ziehen wird.

Buchanfang:

Zum reinstöbern, gibt es für euch nun den Anfang des Buches ;-)

Kapitel 1 Auch der heutige Morgen beginnt für mich so schmerzhaft, wie die letzten 240 Tage. Die schlaflosen Nächte mit Liza auf dem Arm stecken mir merklich in den Knochen. Doch dies ist nicht der einzige Schmerz, den ich verspüre. Ich benötige einige Sekunden, um zu begreifen, dass William auch heute nicht neben mir liegt und ich wieder nicht sein unverschämtes Grinsen, als Erstes am Tag erblicken werde. Stöhnend lasse ich mich zurück in mein Kissen fallen, lege einen Arm über die Augen und versuche zu verstehen, in welcher Welt ich jetzt lebe. In einer, in der mein Mann nicht jeden Morgen bei mir aufwacht, Liza die Stimme ihres Vaters noch kein einziges Mal hören durfte und ihn nur liegend kennt. Es bricht mir immer wieder aufs Neue das Herz, wenn ich sie neben ihn lege, in der Hoffnung er würde durch ihren süßlichen Babygeruch endlich aufwachen. Aber seit ihrer Geburt ist es uns nicht vergönnt gewesen, diesen magischen Moment zu erleben. Lizas Entbindung kurz nach Weihnachten hatte meine Welt ein wenig besser gemacht. Wie ein Licht erhellte sie das undurchdringliche Schwarz, welchem ich mich bis heute nicht gänzlich verwehren kann. Unser kleines Mädchen ist mein Rettungsanker, auch wenn es mich meine ganze Kraft kostet, mich um sie zu kümmern. Kaum etwas anderes als die Trauer über William und meine Freude über Liza hat Platz in Kopf und Herz. Gefühle, die gegensätzlicher kaum sein könnten, und doch jedes tief in mir verankert. Ein fröhliches Glucksen aus dem kleinen Gitterbettchen direkt vor unserem Bett lässt mich den Arm wieder von den Augen nehmen und mit einer Drehung stehe ich bei Liza. Vorsichtig hebe ich sie aus ihrem Bettchen und bette ihren Kopf auf meiner Schulter. Ich atme Lizas lieblichen Duft ein und könnte meine Nase in ihrem speckigen Nacken vergraben. Nur damit ich nie wieder etwas anderes riechen muss. Sie ist so winzig, und doch muss ich mich zusammenreißen, nicht aufzuschreien, als ihre kleinen, aber schon kräftigen Händchen, meine Haare finden und daran ziehen. Abermals gluckst sie fröhlich, während ich damit kämpfe, ihre Fingerchen aus meinen nun längeren Strähnen zu bekommen. »Irgendwann merkst du hoffentlich, dass du Mami so wehtust«, grinse ich sie an, und gebe ihr ein liebevolles Küsschen. Gemeinsam mit ihr auf dem Arm begebe ich mich in das Zimmer direkt nebenan. Wie jeden Morgen ist William unser erstes Ziel, noch bevor Liza von mir gefüttert wird. Wir setzen uns neben sein Bett und ich hauche ihm einen zärtlichen Kuss auf die stoppelige Wange. Dann gebe ich Liza die Flasche, und während wir einfach dasitzen, wünsche ich mir, er würde endlich wieder bei mir sein. Man sieht William diese acht Monate Koma an. Sein Gesicht ist eingefallen und die schöne Bräune ist mittlerweile verschwunden. Zum Glück atmet er selbstständig, und das lässt mich in stillen Momenten hoffen. So gern möchte ich ihm seine Tochter vorstellen, will dabei sein, wenn er sie das erste Mal im Arm hält, und kichern, wenn es endlich seine Haare sind, die sie packt und nicht mehr meine. Liza mag vielleicht erst knapp drei Monate alt sein und doch ist sie so aufgeweckt. Gott sei Dank ist sie bisher von Koliken verschont geblieben, sodass ich nachts nur zum Füttern aufstehen muss. Aber ich tue es gern, denn Liza rettet mich jeden Tag davor, noch tiefer zu versinken. Nachdem William von Oliver angeschossen wurde, brach über mir alles zusammen. In dem Moment, in dem er seine Augen schloss, ich untätig dasitzen und mit ansehen musste, wie Oliver verschwand und die anderen versuchten, William zu helfen, zersprang etwas tief in mir in tausend Teile. Und erst mit Lizas Geburt wurde ein Teil davon wieder zusammengesetzt. Nur für sie reiße ich mich Tag für Tag zusammen, auch wenn meine wachen Stunden meist nur daraus bestehen, dass ich hier mit ihr, oder alleine, sitze und still hoffe, mein Mann kehrt endlich zu mir zurück. Lizas Kopf ruht auf meiner Schulter, nachdem sie fertig ist, und das Bäuerchen kommt schon nach wenigen Minuten. Heute hat sie scheinbar nicht vor, mir wieder über die Schulter zu spucken und so lasse ich die stummen Tränen der Verzweiflung einfach zu. William sollte bei mir sein, wirklich wach und anwesend und nicht nur teilnahmslos neben mir liegen. Schon lange versuchen die Ärzte mich davon zu überzeugen, dass wir ihn gehen lassen sollten. Mehr als nur einmal war ich so weit, es auch tatsächlich zu tun. Die anderen versuchen nicht, mich zu überzeugen. Sie wissen, dass meine Wutanfälle unberechenbar sind. Und nur, wenn ich mit Liza bei William bin, können sie sich gewiss sein, dass ich nicht kapituliere. Aber werde ich das wirklich nicht tun? Aufgeben? Wie lange halte ich es noch aus, ihn anzusehen und keine Ahnung zu haben, ob seine Augen jemals wieder meinen Blick erwidern? Wann ist die Kraft aufgebraucht und wann schaffe ich es zu akzeptieren, dass mein eigener Vater, meinen Mann in diese Lage gebracht hat. Die Bilder jenes Tages bahnen sich erneut ihren Weg in meine Gedanken und ich kann das Schluchzen nicht mehr unterdrücken, als ich William am Boden in seinem Blut liegend vor meinem inneren Auge, sehe. Verzweifelt drücke ich Liza an meinen zitternden Körper und kann es ihr kaum verdenken, dass sie sich windet. So klein, so hilflos eigentlich und doch kann sie es nicht ertragen, ihre Mutter in diesem Zustand zu bemerken. Zumindest bilde ich es mir so ein.


Prolog:

Ihre Haut ist so weich, der Kopf so leicht und sie selbst so klein. Sie ist das Ebenbild ihres Vaters. Lizas Haare sind nur ein zarter Flaum, aber genauso dunkel, wie Williams. Ihre Augen sind klar und blau. Wie seine. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, sie hat seine Nase. Doch das ist eher Wunschdenken, als alles andere. Wenn ich sie ansehe, habe ich das Gefühl ihn anzusehen, und das bricht mir jeden Tag aufs Neue das Herz. »Schatz, du musst endlich schlafen«, vernehme ich sanft die Stimme meiner Mum, die im Türrahmen hinter mir steht. Ich kann mich nur schwer vom Anblick meines kleinen Mädchens lösen. »Wie könnte ich«, gebe ich zurück und erkenne meine eigene Stimme kaum wieder. Acht Monate sind eine lange Zeit und sie haben Spuren bei mir hinterlassen. Seit dem Tag, an dem er mir entrissen wurde, immer einige mehr. Nur unter Qualen schaffe ich es, daran zurückzudenken, wie mein eigener Vater mir den Mann nehmen wollte. Man sollte meinen, die Zeit hätte dazu beitragen müssen, dass ich damit klarkomme, aber es wäre gelogen. Jeder Tag ist ein Kampf. Ein Kampf darum, nicht aufzugeben und ihn durch sie weiterleben zu lassen. Liza ist mein Ruhepol. Sie erinnert mich daran, worum es wirklich geht. »Hast du heute schon etwas gegessen?«, will Mum weiter wissen und ich nicke schwerfällig. Mein Bruder Daniel zwingt mir täglich mindestens ein Sandwich rein, egal ob ich es essen will oder nicht. Sie alle machen sich Sorgen um mich und ich verstehe sie. Wirklich, das tue ich. Und diese Tatsache macht meine Lage nicht besser, leichter, oder erträglicher. Alles in mir verzehrt sich danach seine Stimme zu hören, seinen Atem heiß in meinem Nacken zu spüren und seine Finger auf meiner Haut zu wissen. Aber all das kann nicht geschehen, da Oliver, mein Erzeuger, ihn eiskalt angeschossen hat. Ich fühle mich, als hätte man mich an diesem Tag in eine Blase gesteckt, aus welcher ich seitdem nicht ausbrechen kann. Nicht einmal unsere Tochter schafft es, mich aus meiner Lethargie zu reißen. Jeder der mich liebenden Menschen versucht auf seine Art und Weise mich zu retten. Daniel überschüttet mich mit Arbeit und ist der Meinung die Suche nach Oliver hilft mir, einen Sinn zu finden. Nur bemerkt er scheinbar nicht, wie ich keine der mir aufgetragenen Aufgaben bewältige. Henry und Angela beteiligen mich an der Forschung der Droge, die Oliver entwickeln ließ, um Menschen ihre Erinnerung zu stehlen. Unter dem Deckmantel, dass er anderen helfen wollte, schlimme Erfahrungen zu vergessen, nutzte er das Zeug um mächtige Personen zu beeinflussen. Und alles finanziert durch Regierungsgelder. Meine Freunde wollen, dass ich ihnen helfe herauszufinden, wie ein entsprechendes Gegenmittel aussehen müsste, wenn Oliver das Mittel weiterhin verändern würde. Wie Versuche mit Labormäusen zeigten, ist LoseYou, so hatte unser Vater die Droge genannt, perfekt für die unterschiedlichsten Entwicklungen und Modifikationen ausgelegt und damit unberechenbar für uns. Seit Oliver William anschoss, der nun im Koma liegt, gibt es zum Glück keine neuen Fälle. Doch die beiden forschen mit ungebrochenem Willen weiter. Damit wir auf alles vorbereitet sind, wenn Oliver wieder aus der Versenkung auftaucht. Denn auch von ihm haben wir bislang nichts mehr gehört. Nachdem das alles damals geschah und die Regierung ihren Fehler bemerkte, entschuldigte man sich überschwänglich bei uns und hat dennoch alles unter den Teppich gekehrt. Meine Mum Ann, ihr Mann Finnley und meine Schwiegermutter Liz kümmern sich mit Hingabe um die kleine Liza und ebenso um mich. Zumindest versuchen sie es. Alles in allem, besteht mein Leben aus den Anweisungen meiner Familie und Freunde, die Angst haben, ich würde aufgeben und die Hoffnung niederlegen, dass William aufwacht. Und sie haben keine Vorstellung davon, wie kurz davor ich bin, genau dies zu tun.

 

Zitat

Exklusiv gibt es nun für euch ein Zitat :-)

Textstelle:

Damit ihr noch einen besseren Eindruck von dieser tollen Reihe bekommt, gibt es nun 1 Textstelle für euch, die Lust auf mehr machen sollen ;-)



Ich spüre den rasenden Herzschlag, meine rasselnde Atmung, meinen hämmernden Kopf und trotzdem den innigen Wunsch, diesem Mann einfach eine rein zu hauen, ihm zu zeigen, was Gefühle alles schaffen und überwinden können. Für ihn scheinbar ein Ding der Unmöglichkeit. Für mich der Grund meiner Stärke.
Ich denke nicht mehr wirklich darüber nach. Meine Faust landet mit all meiner Kraft in seinem Gesicht. Im selben Moment fliegt die Tür hinter mir krachend auf, ich höre Geschrei und spüre doch nur Eines.
Den brennenden Schmerz von etwas Kleinem, Heißen, Tödlichen, bevor ich mit einem letzten Gedanken an Sophia vor Schmerz schreiend zusammenbreche.



Interview:

Ich hatte auch die Chance die Beiden zu einem Interview zu treffen, wo sie mir nur für euch ein paar Fragen beantwortet haben :-)





Morgen geht es weiter mit Königin der Nacht :-)

-Bookbutterfly

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