[Rezension] "Die Versuchung der Pestmagd" von Brigitte Riebe

"Die Versuchung der Pestmagd"

von

Brigitte Riebe



Mainz 1542: Nach der Flucht aus dem pestverseuchten Köln finden der unkonventionelle Arzt Vincent de Vries und seine Pestmagd Johanna in Mainz eine neue Heimat. Doch Johanna hat dunkle Vorahnungen. Und tatsächlich: Eines Tages ist ihre kleine Tochter spurlos verschwunden. Halb wahnsinnig vor Angst irren sie und Vincent durch die Stadt, in der erste Fälle von Schwarzen Blattern aufgetreten sind – die Pockenform, die innerhalb von 48 Stunden den Tod bringt …



Dieser Band ist die Fortsetzung des Romans „Die Pestmagd“. Im zweiten Teil erfahren wir wie es mit Johannas und Vincents Geschichte weitergeht. Sie haben Köln während einer Pestepidemie verlassen und hoffen nun in Mainz eine neue Heimat für sich gefunden zu haben. Es dauert lange bis sie die Ereignisse von Köln verarbeitet haben und auch der Neuanfang gelingt nicht so, wie sie es sich gewünscht haben. Um Johanna vor bösen Gerüchten zu bewahren, nimmt Vincent kurzerhand eine Anstellung als Leibarzt beim Kardinal in Mainz an. Doch auch dieser Frieden hält nicht lange an. Intrigen, falsche Handlungen und die schwarzen Pocken bringen neue Sorgen und Ängste für sie.

Es hat nicht lange gedauert bis ich wieder in dieser Geschichte versunken war und habe die neuen Abenteuer der Hauptpersonen mit Spannung, Interesse aber auch Sorge verfolgt.

Das Cover ist wunderschön und passt sehr gut zu dem Roman. Es überzeugt durch seine Schlichtheit und wirkt nicht überladen. Er passt zu der Zeit in der die Geschichte spielt.

Der Schreibstiel der Autorin ist leicht und einfach zu lesen. Sie hat eine Gabe dafür wichtige Fakten und Daten der Geschichte einfließen zu lassen. Auch habe ich es sehr gemocht, dass sie historische Persönlichkeiten der Geschichte eingebaut hat.

Die Geschichte beinhaltet alles was ich von dieser Fortsetzung erwartet habe. Es gibt Hass, Liebe, Intrigen, Leiden und auch den Tod.

Da ich Teil eins auch schon gelesen habe muss ich sagen das diese Fortsetzung weniger erschütternd und traurig ist, aber die nötige Dramatik fehlt natürlich nicht.

Aber in allem muss ich sagen, dass mir Teil 1 doch einen Tick besser gefallen hat. 



Eine gelungene Fortsetzung die vielleicht nicht ganz an Teil 1 herankommt, aber jedenfalls sehr lesenswert ist. Und als Fan der historischen Romane kann ich dieses Buch nur empfehlen.



4 von 5 Schmetterlingen


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